29. Juli 2014

TransnetBW stellt Raumordnungsverfahren zurück

Kiesewetter: "Nach dem Ergebnis des Gutachtens eine weitere erfreuliche Nachricht für Hüttlingen"

Kiesewetter: "Nach dem Ergebnis des Gutachtens eine weitere erfreuliche Nachricht für Hüttlingen"

TransnetBW will vorerst kein formales Raumordnungsverfahren für die geplante 380 kV-Leitung von Goldshöfe nach Bün-zwangen einleiten. Dies sicherten die Vertreter der TansnetBW Olaf Sener, Leiter Großprojekte, Florian Reuter, Stabs-stelle Energiepolitik und regulatorische Fragen sowie Martina Birner, Projektsprecherin bei dem Gespräch mit Kiesewetter am 28. Juli in Aalen zu.
 
TransnetBW wird zunächst den Netzentwicklungsplan 2015, der im März 2015 erstellt werden soll, abwarten. Aus diesem wird hervorgehen, ob die Leitung Goldshöfe - Bünzwangen energiewirtschaftlich erforderlich ist oder nicht. Zumindest bis zum Frühjahr 2015 wird das Raumordnungsverfahren demnach zurückgestellt.
 
Kiesewetter: "Das ist nach dem Ergebnis des Gutachtens von Prof. Stigler die zweite erfreuliche Nachricht für Hüttlingen und die Region!"
 
Bezüglich des kürzlich veröffentlichten Gutachtens  von Prof. Dr. Stigler, in welchem kein zwingender energiewirtschaftlicher Bedarf für die Leitung ermittelt wurde, sieht TransnetBW hingehen die Notwendigkeit für weitere Untersuchungen.
 
"Ich bedauere sehr, dass TransnetBW das Gutachten zunächst zurückweist. Die Gesprächspartner haben dennoch glaubwürdig versichert, dass es Ihnen bei der Leitung in erster Linie um Netzstabilität, Versorgungssicherheit und die Vermeidung der Leitungsüberlastung geht", so Kiesewetter im Anschluss an das Gespräch.
 
Kiesewetter war sich jedoch mit den Vertretern des Netzbetreibers einig, dass die Einbeziehung der Bürgerschaft und der Bürgerinitiativen beim weiteren Vorgehen wichtig ist. Das informelle Dialogverfahren mit der Bevölkerung soll demnach unbedingt fortgesetzt werden.
 
In dem Gespräch wurde auch über den  Vorschlag von Kiesewetter diskutiert, anstelle einer neuen Leitung auf das bereits vorhandene Leitungsnetz um des Kernkraftwerk Gundremmingen zurückzugreifen. Dies stellt aus Sicht von TransnetBW jedoch keine Lösung dar. In diesem Falle würde die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung bzw. die 380 KV-Leitung durch den Landkreis Heidenheim verlaufen und das Problem somit lediglich räumlich verlagern. "Das ist dann doch keine sinnvolle Lösung", so Kiesewetter
 
Wahlkreisabgeordneter Kiesewetter will sich auch weiterhin gemeinsam mit der Bürgerschaft, den Bürgerinitiativen und den Entscheidungsträgern dafür einsetzen, dass die Maßnahme möglichst aus dem Netzentwicklungsplan bzw. dem Energieleitungsausbaugesetz genommen wird, sollte sich die Leitung wie bisher als unnötig erweisen.

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