10. Februar 2021

KfW-Förderreport 2020: Corona-Hilfsprogramme lassen KfW-Volumen im Landkreis Heidenheim und dem Ostalbkreis auf Rekordniveau wachsen

Corona-Pandemie führt zu Innovations- und Digitalisierungsschub, belastet aber mit zunehmender Krisendauer die finanzielle Lage der Unternehmen.

Die Förderbank des Bundes und der Länder, KfW, informierte die beiden Wahlkreisabgeordneten Leni Breymaier und Roderich Kiesewetter über die Förderung im vergangenen Jahr in ihrem Wahlkreis.
 
Deutschlandweit schüttete die KfW insgesamt 135,3 Milliarden Euro aus, was einem Zuwachs von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mit 46 Millionen Euro entfiel etwa ein Drittel des Gesamtbetrages auf Corona-Hilfen für Unternehmen. Während der Finanzkrise 2009 bis 2011 hatte das Hilfsprogramm der KfW im Vergleich dazu insgesamt ein Volumen von 14 Milliarden Euro.
 
Roderich Kiesewetter: „Auch im Landkreis Heidenheim und im Ostalbkreis war die Nachfrage nach Coronahilfen der KfW sehr hoch. In Heidenheim haben 2020 112 Unternehmen ein Fördervolumen von 44,3 Millionen Euro zugesagt bekommen. Im Ostalbkreis waren es 333 Unternehmen, denen 122,6 Millionen Euro zugesprochen wurden. Doch nicht nur die Corona-Hilfen waren gefragt. Insbesondere im Landkreis Heidenheim erreichte das Gesamtvolumen der KfW-Kredite ein neues Rekordniveau. Schüttete die KfW-Bank 2019 noch 74 Millionen Euro für Unternehmen in Heidenheim aus, waren das Volumen 2020 fast doppelt so groß und betrug 163,4 Millionen Euro. Im Ostalbkreis blieb die Nachfrage trotz eines geringen Rückgangs auf hohem Niveau. Betrug das Gesamtvolumen 2019 494,3 Millionen Euro, waren es 2020 410,7 Millionen Euro. Insbesondere im Bereich der Unternehmensinvestitionen kam es im Ostalbkreis zu einem Rückgang. Dies darf dann auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Pandemie trotz der Coronahilfen zu einem Investitionsstau führen wird. Umso wichtiger ist es, die Auszahlungen zu beschleunigen.“
 
Leni Breymaier: „Es ist erfreulich, wie hoch die Zusagen an Corona-Hilfen für die Unternehmen im Wahlkreis sind. Trotzdem ist es wichtig, dass die Auszahlungen weiterhin beschleunigt werden müssen. Insbesondere da sich die Coronakrise negativ auf die Investitionsmöglichkeiten der Unternehmen auswirkt. Zwar steht laut KfW-Studie die Mehrheit der deutschen Unternehmen auf einem soliden finanziellen Fundament, allerdings erschwert die derzeitige Lage, notwendige Investitionen zu tätigen. Dies wirkt sich langfristig vor allem auf die notwendigen Investitionen im Bereich der digitalen und klimaneutralen Wirtschaft aus. Vordergründig hat die Pandemie der Digitalisierung einen gewissen Schub geleistet, je länger aber die Krise dauert, desto mehr wird sich diese auch auf Investitionen im Bereich der Digitalisierung auswirken. In beiden Landkreisen gingen zudem auch die KfW-Kredite im Bereich der öffentlichen Infrastruktur zurück. Auch das sollte nicht in den Hintergrund geraten.“
 
Weitere Infos zu den KfW-Corona-Krediten:
Noch bis zum 30. Juni 2021 läuft das KfW-Sonderprogramm, um Unternehmen auch in Zeiten der Pandemie verlässlich mit Liquidität zu versorgen. Zudem können seit November 2020 auch Soloselbstständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten einen KfW-Schnellkredit über die Hausbank in einer Höhe von bis zu 300.000 Euro beantragen. Interessierte erhalten weitere Informationen unter www.kfw.de/corona/hilfe.

Sowohl Leni Breymaier als auch Roderich Kiesewetter motivieren Unternehmerinnen und Unternehmer auf diese Hilfen zurückzugreifen: „Gerade durch den Schnellkredit werden kurzfristig auch kleinere Unternehmen im Wahlkreis gestützt.“

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