09. Dezember 2020

Arbeitsmarktlage in Heidenheim

Kiesewetter zum Gespräch im Jobcenter Heidenheim
Quelle: privat; v.l.n.r: Anke Eberhardt (Öffentlichkeitsarbeit/ Controlling Jobcenter), Albert Köble (GF Jobcenter), Roderich Kiesewetter (MdB)

Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter war kürzlich zu einem Gespräch bei Geschäftsführer Albert Köble im Jobcenter Heidenheim, um sich ein Bild von der aktuellen Lage auch im Hinblick auf die Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie und möglicher weiterer Entwicklungen hinsichtlich der Wirtschaft zu machen.

Viele der Hilfsmaßnahmen des Bundes wie die Kurzarbeiter-Regelung, die Kostenübernahme der Sozialbeiträge, die Änderungen im ALG I sind positiv zu bewerten und haben viele Arbeitsplätze erhalten.

Die vereinfachte Antragstellung in der Grundsicherung, die aktuell noch bis 31.12.2020 möglich ist sowie die automatische Verlängerung des Arbeitslosengeld II-Bezuges bis 31.08.2020 bedeuteten eine große Erleichterung in der Aufgabenerledigung des Jobcenters.

Laut Köble zeigt sich der regionale Arbeitsmarkt weiterhin stabil. Allerdings rechnet er zeitverzögert mit den Auswirkungen des zweiten Lockdowns auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Insolvenzen sowie betriebsbedingte Kündigungen wegen Arbeitsplatzabbau, die aktuell noch durch die Hilfsmaßnahmen von Bund und Land verhindert werden, könnten zu einem späteren Zeitpunkt eintreten.

„Problematisch ist, dass einzelne Branchen überdurchschnittlich betroffen sind. Viele kämpfen um ihre Existenz. Hier zählt jede Woche. Dennoch musste angesichts der hohen Infektionszahlen gehandelt werden“, so Kiesewetter.

Geschäftsführer Albert Köble betonte ferner, dass es für die Zukunft wichtig bleibe, bei jungen Menschen den Fokus auf die passende Schulausbildung zu legen, um auch künftig für die Zukunftsbranchen ausreichend Fachkräfte und Auszubildende heranzuziehen. Für viele junge Menschen seien Vorbilder wichtig und eine enge Begleitung. Die Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern, der Berufsberatung der Arbeitsagentur und den Integrationsfachkräften des Jobcenters sei deshalb oftmals entscheidend. Wichtig sei, dass es einen ‚Pool‘ an Vorbildern gebe, die die jungen Leute eng begleiten und beraten und Enthusiasmus und Spaß an einer Ausbildung oder einem Beruf wecken.

Nach dem Übergang ‚Schule – Beruf‘ ist es Aufgabe des Jobcenters, mit den Kundinnen und Kunden gemeinsam Wege zu erarbeiten, sich kontinuierlich weiter zu qualifizieren, um den gestiegenen Anforderungen des Arbeitsmarktes Rechnung zu tragen. ‚Lebenslanges Lernen‘ wird angesichts der Technologieentwicklung immer wichtiger. Das Jobcenter Heidenheim bietet hier eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten in Voll- und Teilzeit.

Die voraussichtliche Ansiedlung von Amazon erhöht die Beschäftigungschancen im Helferbereich in der Transformationsregion Ostwürttemberg und soll positiv von allen Akteuren begleitet werden.

Kiesewetter bedankte sich für die wertvollen Einblicke in die Situation des Jobcenters aus erster Hand.

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